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Sandohr

S
imon geht es nun deutlich besser. Die letzten vier Tage war er in der Kita und obwohl er so lange nicht dort gewesen ist, war es obwohl er nie fehlte. Das Fieber, die Zähne, das Asthma und der Schub sind verwunden und fühlen sich schon wieder weit weg an. Natürlich sind die Ohren weiterhin gespitzt und man ist einfach feinfühliger geworden – dann das Thema Asthma wird uns wohl weiterhin begleiten.

Nach den vergangenen paar Tagen merke ich deutlich, wie wichtig die Kita für ihn ist. Ein paar neue Fähigkeiten sind wieder durchgebrochen: Simon versucht oft, unter großer Mühe, sich richtig hinzusetzen (mit dem Po auf den Boden), er hatte ja bisher immer die Füße bzw. Beine nach hinten geschlagen, weil er für den richtigen Sitz nicht das nötige Gleichgewicht hatte. Ich bin gespannt, wie sich das noch weiter entwickelt. Auch greift er immer noch hin und wieder zum Lauflernwagen und düst damit umher (weiterhin auf Zehenspitzen).

Ich bin froh, dass das Wetter jetzt langsam wärmer wird; dass er wieder über die Wiese krabbeln und im Buddelkasten spielen kann. Ich bin gern mit Simon im Buddelkasten und Sand findet er toll. Das Buddeln mit Schippe und Buddeleimer findet er nicht so spannend. Er krabbelt lieber umher und entdeckt immer etwas Neues. Denn es gibt schließlich viel Neues zu entdecken: vom kleinen Windrad, über große Steine oder Stühle, glatte Rutschen bis hin zum tollen neuen Spielball. Heute gab es für ihn einen großen roten Ball mit weißen Punkten. In den hat er sich gleich verliebt. Dann kam es zu einem Highlight in der mog’schen Geschichte: Er ist das erste Mal an meinen Händen gelaufen (auf Zehenspitzen). Wie ein geölter Blitz sind wir zum roten Ball gestürmt und dann hat er mit dem Fuß dagegen gekickt. Das fand er so klasse, dass er aus seinem Lachanfall gar nicht mehr heraus kam. Immer und immer wieder ♥

Fazit eines sehr sonnigen Tages: Wie kommt eigentlich so viel Sand in mein Ohr?

 

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Hin und Zurück

M
it Ach und Krach konnten wir mit dir letzte Woche nach Stralsund an die Ostsee fahren. Dein Papa sollte dort ein Seminar halten und weil Ostseeluft ja gut für die Atemwege ist, sind wir zwei also mit gefahren. Die vorherige Woche hattest du allerdings 5 Tage lang bis 40°C Fieber und wolltest keinen Bissen essen, was uns sehr leid tat. Der Arzt konnte jedoch nichts feststellen und als du am Abreisetag kein Fieber hattest sind wir also losgefahren. Drei Stunden von Berlin Richtung Ostsee. Autofahren ist nicht dein Ding und war es auch noch nie. Nach Dänemark geht es also nur mit Filmchen gucken, sonst platzt mir wohl der Kopf.

Wir waren in dem tollen Hotel “Rügenblick”, in dem dein Papa und ich uns kennengelernt haben, untergebracht. Du hattest dort ein extra Zimmer, sodass du dort nachts ohne Probleme schlafen konntest. Leider hatten wir nicht immer super Wetter. Teilweise fiel sogar Schnee – so kalt war es. Wenn jedoch die Sonne raus kam bin ich mit dir auf den Strandspielplatz gegangen (das Hotel liegt direkt am Strand). Auch die “Nahrungsaufnahme” ging von Tag zu Tag wieder besser. Mehr als “Nahrungsaufnahme” kann man allerdings nicht sagen, denn es glich eher einem umher schmeißen von Speisen und Trinkflaschen – aus irgendeinem Grund wolltest du auch keinen Löffel mehr benutzen. Allgemein war der Aufenthalt begleitet von vielen Bock- und Schlafphasen. Aber ich glaube die letzte Zeit war auch einfach nicht leicht für dich. Keine Kita, Krankheit, Krankenhaus, die doofen Backenzähne – und jetzt noch komplett neue Umgebung?!?! Außerdem hattest du wohl einen Schub. Seit gestern bist du wieder das liebste Kind der Welt und du traust dich am Lauflernwagen zu “laufen” – allerdings wie gehabt auf Zehenspitzen.

Die niedlichste Begebenheit war wohl dein 1. Babykuss an das kleine Mädchen Leoni, den sie wie folgt kommentierte: ‘”Papaaaa~ Simoni riecht nach Leberwurst!” ♥

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Mama, zeig mir das… Schaf!

S
eit Neuestem möchte sich Simon explizit mit mir seine Bilderbücher ansehen. Dafür kommt er mit einem Bildbuch zu mir herüber, dann nehme ich ihn auf den Schoß und wir blättern uns so durch das Buch. Am liebsten gucken wir das Tierbuch an. Dabei findet er es am tollsten, wenn wir die Seite mit seinem Lieblingstier, dem Schaf, aufblättern. Dann streichelt er das Schaf im Buch und gibt ihm Küsschen und möchte, dass ich es ihm gleichtue.

Ich finde das total lustig und mich würde interessieren: Haben eure Kids auch bereits ein Lieblingstier, oder eine bevorzugte Farbe? Ziehen sie bestimme Dinge, anderen Dingen vor?

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Asthma

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ie schon berichtet reagiert Simon momentan asthmatisch. Es komm plötzlich. Von Null auf Hundert und vor allem, dann, wenn man nicht damit rechnet. Nach einem Schläfchen, nachts oder einfach so zwischendurch.  Zweimal war er deswegen im Krankenhaus. Mit so kleinen Kindern ist Krankenhaus einfach die Hölle! Die Winzlinge wissen gar nicht was los ist, können sich nicht entspannen, was bei Asthma auch nicht gerade förderlich ist. Es ist immer laut auf der Kinderstation. Man kommt nicht zur Ruhe. Simon ist eigentlich sehr mobil und immer auf Achse. Darum war es für ihn sehr schlimm. Er konnte dort nicht Krabbeln (Infektionsgefahr) und tragen konnte ich ihn nach durchwachten Nächten mit Null Energie auch nicht mehr. Darum musste er sich viel in seinem Gitterbett aufhalten und das fand er nicht gut.

Bei seinem letzten Asthmaanfall durften wir direkt zum Kinderpneumologen und mussten so nicht mehr über 2 Monate auf den Termin warten. Da das Inhalieren (+Kortisonzäpfchen) sehr gut bei ihm anschlägt und er danach meist gut durchatmet kann, war ein weiterer Krankenhausaufenthalt -Gott sei Dank- nicht nötig. Als Ursache wird immer noch ein Infekt vermutet (er hatte vor drei Wochen Husten und Schnupfen ohne Fieber), da eine Allergie als Ursache bei so kleinen Mäusen eher unüblich ist. Trotz Röntgen, Blutuntersuchung und Abhorchen ist eine Aspiration (verschluckter Gegenstand) für den Arzt noch nicht 100%ig aus der Welt, aber erst einmal spricht alles dagegen. Vor über einer Woche hatte er jetzt seinen letzten Anfall und ich hoffe alles geht weiterhin gut. Im Moment versuchen wir die drei verschiedenen Inhalate langsam auszuschleichen. Das Wetter spielt ja gerade gut mit, so dass er tagsüber und auch nachts zu viel frischer Luft kommt.

Ein großer Schock war für mich, dass wir ihn nun nachts wecken sollten zum inhalieren. Das konnte nicht gut gehen! Beim 1. Mal hat er sich furchtbar erschreckt. Er war so müde und weinte bitterlich. Man muss wissen, dass unser Inhalator (Vernebler) auch sehr laut ist – aber das sind all diese Geräte. Auch ein Kissen auf und unter dem Gerät, kann die Lautstärke nicht wirklich dämpfen. Die nächsten Nächte verliefen jedoch gut. Jetzt muss ich gestehen, dass ich es insgeheim etwas genieße, wenn ich den kleinen, großen Mann schlafend aus dem Bett hebe und ihn wie ein Neugeborenes in meinen Armen wiege und er schmatzend und fest schlafend wie ein Steinchen vor sich hinschnorchelt und dabei inhaliert ♥

Wir hoffen auf gesündere Tage – aber der doofe Winter ist ja jetzt vorbei, oder?

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